KAG Verkehr

Von der Krefelder Promenade durch Parks und Fahrradstraßen

Rad-Info-Tour der KAG Verkehr durch Krefeld am 04.07.2021

Unter der Leitung von Ana Sanz und Kalle Renner starteten wir am Hbf mit dem Leuchtturmprojekt Krefelder Promenade. Sie wächst abschnittsweise als geplante zentralen Fahrradachse von Forstwald bis zum Bahnhof in Uerdingen. Die Promenade wird in Teilen als „Highway“ in Hochlage und auf Stelzen neben den Gleisen geplant oder eben darunter. (siehe auch: https://www.krefeld.de/de/inhalt/promenade-als-rad-highway-macht-weiter-fortschritte/)

Im Bereich Oppum ist sie fertig und verläuft teilweise auf der Strecke der alten Hafenbahn.

Einfach mal anfangen: Nachdem das Projekt fast 20 Jahre auf Eis lag, wurde es mit neuen Planungen der Stadtverwaltung und einem grünen Antrag von Ana Sanz als ihre erste größere politische Aktion wieder in Bewegung gesetzt.

Wir erfuhren anschließend mit der Dionysiusstraße die erste von vielen Fahrradstraßen Krefelds aus den 90ern (Rot-Grüne Stadtregierung) und mit der Germaniastraße eine von den neuen. Diese wurden alle in Schulnähe geplant. Diese Straßen müssen aber in geplante Verbindungsdachsen einbezogen, deutlicher für alle Verkehrsteilnehmer gekennzeichnet und der Fahrradbelag fahrradtauglich erneuert werden (https://www.krefeld.de/de/inhalt/stadt-krefeld-erweitert-fahrradstrassen-netz/).

Insgesamt hat die Stadt Krefeld die seit den 90ern vorhandenen 17 Fahrradstraßen (Stand Juli 2021) um weitere 16 Abschnitte erhöht.

Zum Vergleich: Im Kreis Viersen gibt es noch keine einzige Fahrradstraße.

In Krefeld dürfen die vielen kleinen und großen Parkanlagen zusammen mit den Fußgängern benutzt werden. Das erlaubt Radverbindungen abseits des Autoverkehrs.

Wir genossen von der Rheinstraße aus die Innenstadt, denn Einbahnstraßen wurden großzügig geöffnet, Fußgängerzonen freigegeben und die Achse Dreikönigenstraße angefangen. Überraschend und jubelnd stellten die beiden Krefelder heute fest, dass eine neu asphaltierte Fahrradstraße nach Jahren endlich deutlich als solche gekennzeichnet war (s.u.).

Die Wälle haben wir trotz des Sonntags vorsichtshalber nur gekreuzt. Im neuen Krefelder Mobilitätskonzept wird jeweils eine Richtung der vier Wälle mit zwei Spuren dem Radverkehr vorgehalten. Das erinnerte uns an noch unklare Pläne für den Umbau der Freiheitsstraße in Viersen.

Ein Bild hierzu: https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/krefeld-baut-an-der-mobilitaet-der-zukunft_aid-57211783

Was nehmen wir mit, um mehr Radmobilität zu erleben:

  • Viele kleine Maßnahmen zur Neuordnung und Beruhigung des Stadtverkehrs,
  • Planungen von Radachsen unter Einbezug vorhandener Fahrradstraßen und Parkwege,
  • Innenstadt und Stadteile müssen über Radachsen erreicht werden,
  • Verbindungen zu bestehenden Radwegen auch außerhalb von Krefeld ins Auge fassen,
  • Ein Radwegelückenschluss muss hierfür erfolgen,
  • Das Vorzeigeprojekt Krefelder Promenade erreicht Bürger*innen, Skeptiker*innen und die politische Opposition. Es vermittelt eine Ahnung von und einen Einstieg in Städte der Zukunft.

Und vor allem: Einfach mal anfangen!

 

 

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