Frauenförderung

Starker Film & Starke Frauen

Sind wir heute weiter? Diese Frage stellt man sich nach dem beeindruckenden Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ von Torsten Körner. Der Film erzählt von mutigen Frauen, die seit der Nachkriegszeit parteiübergreifend darum kämpften, ihren Stimmen in der Politik Gehör zu verschaffen. Die Kreisgrünen luden am Montag ins Kempener Kino. Begrüßt wurde dort unter anderem Christa Nickels, eine der starken Protagonistinnen des Films.

Nicht nur der Film „die Unbeugsamen“, der durch beeindruckende Archivfunde, kunstvollen Architekturaufnahmen und mit starker musikalischer Untermalung tief berührte, begeisterte die Besucher*innen bei der gestrigen Veranstaltung der Kreisgrünen. Auch die geladenen Podiumsgäste begeisterten. Starke Frauen, wie Christa Nickels, Protagonistin des Films, Josefine Paul (MdL), Fraktionsvorsitzende der Landesgrünen, Meral Thoms, Grüne Direktkandidatin aus dem Kreis Viersen, Nicola Dichant, Sprecherin der Grünen Jugend NRW und Maria Dittrich, Grüne Kreisvorsitzende und stellv. Landrätin im Kreis Viersen brachten das Podium zum Leben.

Sie zeigten die heutige Rolle der Frauen in der Politik auf und gestalteten das Podium lebhaft und informativ. Geschickt moderierte Karoline Iwersen, als Expertin im Bereich Genderdiversity, Career and Family, durch die Veranstaltung. „Sind wir denn heute schon weiter und was können wir jungen Frauen an die Hand geben, um selbstbestimmt und stark durchs Leben zu kommen?“, waren unter anderem Fragen, die die Gäste in ihrer gegebenen Fachkompetenz und aus eigener Lebenserfahrung beantworten konnten.

„Innerpolitisch brauchen wir glasklar eine Quotierung und ein Partitätsgesetz. Für ein selbstbestimmtes Leben der Frau im Zusammenhang von Job und Familie, müssen wir bessere Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen ein um vielfach verbessertes Betreuungskonzept. Teilhabe, Gleichstellung, Vereinbarung von Familie und Beruf, funktioniert nur mit den richtigen Rahmenbedingungen, sowohl für den Mann als auch für die Frau“, so Meral Thoms.

Die Frau in Deutschland, die Frau in der Welt und der Zusammenhang von Demokratie und Frieden wurde von Christa Nickels folgend umschrieben, „Nach dem Mauerfall dachten wir alle, die „Freie Welt“ wird jetzt ein globales Projekt und auf einmal zu sehen, wo wir heute stehen, lässt in mir die Angst hochkommen, dass die Demokratie vielleicht nur eine Fußnote der Menschheitsgeschichte ist. Der Kampf um Demokratie und Freiheit muss stets weitergeführt werden. Die Frau spielt bei Friedensprozessen eine entscheidende Rolle.“

Der Film und somit auch die Veranstaltung, endete mit dem Zitat von Annemirl Bauer „Frauen, wenn wir heute nichts tun, leben wir morgen wie vorgestern“. Unsere Podiumsgäste bestätigten dieses Zitat mit Nachdruck.

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