Regenbogenpreis

Regenbogenpreis der LVR Fraktion für die Robin Gut Stiftung

 

Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN LVR-Fraktion, Ruth Seidel, hielt anlässlich der Verleihung des Regenbogenpreises an die Stiftung „Robin Gut“ folgende Laudatio:


Lieber Herr Beigeordneter Deniz, lieber Herr Könnes, liebe Mitglieder der Grünen Ratsfraktion,

ich habe heute die Ehre, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen Rolf Firl und Jürgen Heinen einen besonderen Preis zu verleihen: den Regenbogenpreis der Grünen Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland.

Dieser Preis würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Umweltschutz, Inklusion, Kultur und Demokratieförderung. Er orientiert sich an den Werten und Aufgaben des Landschaftsverbandes Rheinland. Dazu gehören auch die landschaftliche Kulturpflege sowie unsere Förderprogramme für Biodiversität und Pflanzgut, die heimische Bäume und Hecken bereitstellen.

Als ich zum ersten Mal von „NRW pflanzt 1 Mio. Bäume“ gehört habe, musste ich unwillkürlich an Joseph Beuys und sein damals hoch umstrittenes Kunstprojekt „7000 Eichen für Kassel“ denken, das 1982 im Rahmen der Documenta für große Aufmerksamkeit sorgte. Auch das war ein langfristig angelegtes, partizipatives Bürgerprojekt und stellte die Frage, ob zeitgenössische Kunst die Zukunft vorwegnehmen kann. Heute, mehr als 40 Jahre später, wissen wir, wie visionär diese Aktion war. Angesichts des sich immer schneller verändernden Klimas ist Nachhaltigkeit wichtiger denn je.

„Robin Gut“ knüpft in besonderer Weise an diese Tradition an. Die Stiftung möchte die größte Pflanzaktion in der Geschichte Nordrhein-Westfalens realisieren und damit regional wie überregional ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit bürgerschaftlichem Engagement und Zukunftsbildung. Sie schafft Aufmerksamkeit für Klima- und Naturschutz, motiviert Menschen zum Mitmachen und zeigt, dass nachhaltiges Handeln besonders dann Wirkung entfaltet, wenn es lokal verankert und gemeinschaftlich getragen wird.

Gerade diese Verbindung aus praktischem Umweltschutz, Beteiligung unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen, konkretem Nutzen für Kommunen und kommende Generationen macht das Projekt zu einem herausragenden Beispiel förderungswürdigen Engagements. Unsere Jury im Landschaftsverband hat das sehr schnell überzeugt.

„NRW pflanzt“ beschränkt sich nicht auf symbolische Appelle, sondern schafft konkrete ökologische Wirkung vor Ort. Wälder werden aufgeforstet, CO₂ gebunden, die Biodiversität gestärkt und Lebensräume für künftige Generationen geschaffen. Zugleich werden Schülerinnen und Schüler aktiv einbezogen. Das Schulprojekt bildet das Herzstück der Initiative. Kinder und Jugendliche werden zu Klimabotschafterinnen und Klimabotschaftern, erleben Nachhaltigkeit ganz praktisch und lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt. So werden ökologische Bildung und gelebte gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden.

Auch der regionale Bezug spielt eine wichtige Rolle. Die Initiative wirkt unmittelbar in den Städten und Gemeinden vor Ort. Ziel ist es, in jeder der 396 Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens mindestens 1.000 Bäume zu pflanzen. Was für ein wunderbarer Schneeballeffekt das auslösen kann!

Gerade in den vergangenen Tagen der Hitzewelle wurde erneut deutlich, wie wichtig Bäume für die Gesundheit der Menschen sind. Sie haben nicht nur positive Auswirkungen auf Umwelt und Klima, sondern spenden Schatten und sorgen für kühlere Temperaturen. Das kann kein Sonnenschirm ersetzen.

Was soll ich also sagen? Wir sind beeindruckt von Ihrem großartigen Einsatz. Deshalb sind wir – gemeinsam mit Maja Roth-Schmidt und Jörg Eirmbter-König von der Grünen Ratsfraktion Viersen – sehr dankbar, dass die Stiftung „Robin Gut“ für den Regenbogenpreis vorgeschlagen wurde. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, finanziert aus den Spenden der Abgeordneten, und soll wiederum sozialen und ökologischen Projekten zugutekommen.

Vor diesem Hintergrund wünschen wir der Stiftung und allen am Projekt Beteiligten, dass es gelingt, noch unzählige Bäume zu pflanzen – ganz im Sinne des von Joseph Beuys geprägten Begriffs der „sozialen Plastik“, der kreative Denken und Handeln der Menschen miteinander verbindet.

Herzlichen Dank.

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